Medien | Kultur | Gender

Programmatik

Was sind Medien? Wie lässt sich Kultur definieren? Sind geschlechtliche Identitäten natürlich oder künstlich, Voraussetzung oder Effekt, ein Schicksal oder eine Technik? Und wie hängt dies alles zusammen?

So und ähnlich lauten die Fragen, mit denen sich der Lehrstuhl beschäftigt. Die Professur wurde 2000 mit der Bezeichnung Gender und Medien ins Leben gerufen und mit Prof. Dr. Marie-Luise Angerer besetzt. 2007 erfolgte die Umbenennung in Medien- und Kulturwissenschaften [Gender], um der Neuorientierung des Forschungsfeldes zu entsprechen: Die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Geschlecht, Medientechnologien und Kultur werden als vielschichtiges Beziehungsgeflecht untersucht. Geschlecht wird dabei als analytische Matrix, als Denkfigur und Wissenskategorie verstanden, als kulturell-soziale Konstruktion, als ideologisierende Praxis, als Objekt medialer Darstellung sowie als Medium des Sozialen.

Das Lehr- und Forschungsprogramm der Professur setzt sich mit Medien-, Film- und Kulturtheorien, mit Ansätzen der Wissenschafts- und Technikforschung sowie der Geschlechterforschung auseinander. Fragen nach der „Natur“ und „Technik“ des Menschen, Ein- und Ausschlüsse bei der Bestimmung des Anthropos sowie die Befragung des Körpers als Medium und in Medien bilden weitere Schwerpunkte.

Untersuchungsfelder sind Medien, Technologien, Diskurse, künstlerische Artefakte und Praxen. Darüber hinaus werden unterschiedliche Methoden der kultur- und medienwissenschaftlichen Forschung erprobt und reflektiert.

Die Professur ist Teil des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW.

 

Karin Michalski
Kunst-/Medienwissenschaften, Gender
Prof. Dr. Marie-Luise Angerer
medien | kultur | gender